Von: Katja HartfielKatja Hartfiel

Agersø – Svendborg

Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen des Segelns. Kurz nach 11 Uhr verließen wir den Hafen von Agersø. Wir alle waren gewappnet für einen langen Segeltag. Wir stellten uns seelisch und moralisch darauf ein ein, dass zwar der Wind ein wenig nachgelassen hat, aber uns die Welle wohl noch ordentlich durchschütteln würde.  So kam es denn auch. Die Welle war ziemlich heftig im Sund zwischen Omø und Agersø, so dass selbst Mara, die bisher in diesem Urlaub sehr seetauglich war, flau im Magen wurde und nur noch in der Koje lag. Zum Glück hatte die Schaukelei ein Ende, als wir den Sund verließen und die Segel setzten. Nun mussten wir nicht mehr mit Gewalt gegen Wind und Welle ankämpfen und konnten den Wind für uns nutzen. Immer noch fegte er mit 5 Bft., in Böen 6, über die Ostsee, aber wir kamen gut voran. Es lagen auch noch etliche Seemeilen vor uns und daher waren froh über unsere Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 5 Knoten. Die Sonne schien mal wieder aus allen Knopflöchern. So ein Glück muss man auch mal haben!!! Nach gut 8 Stunden auf See, erreichten wir gegen 19 Uhr die Ankerbucht vor Svendborg und reihten uns zwischen die zahlreichen Boote ein, denn wir hatten nicht die Illusion, dass im Hafen von Svendborg um diese Zeit noch ein Plätzchen für uns frei gewesen wäre. Aber das war keinesfalls zum Schaden von uns, denn die Bucht war so schön gelegen, inmitten von einem Naturschutzgebiet, dass wir gerne noch länger geblieben wären, wenn wir nicht in Svendborg unsere Vorräte auffrischen hätten müssen. Der Wind hat am Abend komplett nachgelassen und das einzige was man bei Sonnenuntergang noch hören konnte, waren die zahlreichen Vögel auf der vorgelagerten Mini-Insel, die dort brüteten. Herrlich!!! Heute früh machten wir uns auf kurze Fahrt zum Hafen von Svendborg. Wir wollten den richtigen Zeitpunkt abpassen, wenn viele den Hafen verlassen, um zum nächsten Hafen zu fahren und noch nicht so viele wieder reinfahren. Gar nicht so einfach, wie wir heute früh feststellen mussten, denn selbst heute vormittag war der Hafen schon fast komplett voll und wir mussten uns an den Nordkai legen. Später hätten wir gar keine Chance gehabt. Morgen soll es dann weiter gehen zur Insel Drejø … Wir hoffen auf weiterhin sonniges Wetter. Die Aussichten diesbezüglich sehen sehr vielversprechend aus.

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