Von: Katja HartfielKatja Hartfiel

Agerso

Das war ein ganz schön schaukeliger Ritt… Gestern haben wir uns aus dem Hafen in Lundeborg gewagt und sind nach Agersø gesegelt. Das gute am gestrigen Segeltag: wir waren selten so schnell mit der Yuendumu unterwegs. Über 7 Knoten Maximalgeschwindigkeit, im Durchschnitt zwischen 5 und 6 Knoten. Wir schoben uns also, salopp gesagt, mit einem Affenzahn unserem Ziel entgegen. Wenn es nur nicht immer diese Ostseewelle gäbe. Es schaukelte uns mal wieder gut durch. Dazu kam, dass unser Großsegel gut ein oder zwei Reffs gebraucht hätte, dann hätte auch unsere Schräglage abgenommen. Alles in allem waren alle froh, dass wir Dank der hohen Geschwindigkeit dann doch auch recht schnell im Hafen von Agersø einlaufen konnten.  Nun wettern wir hier sozusagen ab und warten endlich mal eine Sturmpause ab, um weiter zu kommen. Die Wetterlage ist nicht wirklich rosig dieses Jahr. Morgen soll es immer noch sehr stürmisch sein, so dass wir (und die Crew der Carpe Diem) wohl erst am Donnerstag hier los kommen. Eine Vorhersage, wie der Urlaub so weiter geht, ist nicht möglich. Wenn es so weiter geht und es immer nur ein oder zwei Tage Pause vom Sturm gibt, werden wir uns wohl auch langsam unserem Heimathafen entgegen schiffen. So richtiges Strandwetter scheint momentan in weiter Ferne zu liegen. So verbringen wir nun also die Tage hier auf Agersø. Der Hafen ist gemütlich und nicht überlaufen. Wir liegen zwischen Fischkuttern und meist einheimischen Segelbooten. Mit ein paar Spaziergängen in den Ort und kleineren Wanderungen am Ufer entlang vertreiben wir uns die Zeit. In den Regenschauern spielen wir Gesellschaftsspiele oder die Kinder unserer kleinen Flotte basteln oder malen… Heute organisierten wir ein kleines Dejá vue… Wir fuhren, wie auch schon vor drei Jahren, mit der Fähre nach Sjælland, um in den Ort Skælskør zu fahren. Es handelte sich um eine kleine Erinnerungsreise, da wir zwar alle wussten, dass wir schon einmal mit der Fähre gefahren sind, aber uns partout nicht mehr richtig an den Ort erinnern konnten. Sobald wir da waren, kam unsere Erinnerung jedoch zurück… Es handelt sich um einen netten kleinen Ort, nichts wirklich besonderes, aber eine nette Abwechslung, insbesondere die Fährfahrt. Wir drücken uns nun selber alle die Daumen, dass der Wind bald ein wenig dauerhafter abnimmt…. Der Wetterfrosch scheint uns jedenfalls noch nicht erhört zu haben.

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