Von: yuendumuyuendumu

Endlich wieder Marstal

Zum Glück hielt der Wetterbericht, was er versprach und endlich schien die Sonne zumindest zeitweise und der Wind lies nach. Ein bisschen Sommer hatten wir uns schließlich verdient. Wie wir es uns vorgenommen haben, unternahmen wir also unsere kleine Wanderung auf Langeland. Mitten durch schöne schattige Wälder, vorbei an weiten Kornfeldern und entlang der idyllischen Steilküste verbrachten wir einen wunderschönen Tag. Endlich konnten wir uns mal ein bisschen erholen von dem steten Wind. Ohne diesen wurde es auch gleich so warm, dass die Kinder den dringenden Wunsch verspürten, ins Wasser zu gehen. Diesen Punkt auf der Sommerurlaubsliste konnten wir somit zumindest schon mal abhaken. Nach dieser Erfrischung in der Ostsee führte uns der Ausflug zu den auf der Insel lebenden Wildpferden. Unser Gepäck war dann allerdings um einiges schwerer, als vorher – der Strand bot nicht nur Abkühlung, leider war er überfüllt von schönen Steinen und einer war schöner als der andere….. Im Gehege der Wildpferde angekommen, gab es erstmal eine Fotosession… Als dann jedoch die gesamte Herde auf uns zulief, überkam uns allen ein mulmiges Gefühl und wir sahen zu, das Wildpferdgehege zu verlassen. Vermutlich wollten die Pferde nur zufällig in unsere Richtung, es sieht jedoch ziemlich beeindruckend aus, wenn ca 30 Pferde zugleich auf dich zukommen.

Am nächsten Tag sollte uns das Sommerglück auch schon wieder verlassen. Der Wind war zwar noch immer erheblich weniger als zuvor, aber es war regnerisch und trüb. Wir beschlossen, die einzig größere Stadt auf Langeland zu besuchen – Rudkøbing. Wir liefen die Einkaufsmeile einmal hoch und wieder runter und die Kinder konnten zumindest ein bisschen in den Spielzeugläden gucken, was Dänemark so zu bieten hat. Der Besuch einer Windmühle war auch recht abenteuerlich – gerade, wenn man sich wie Mara, Finn und Heiko bis ins oberste Stockwerk des noch in Sanierung befindlichen, aber zur Besichtigung freigegebenen, Bauwerks hochgearbeitet hatte…

Gestern verlegten wir unseren Hafensitz nach Marstal – endlich wieder Marstal! „Ist das der Hafen, wo….“ fragten uns die Kinder andauernd mit immer wieder neuen Eigenschaften, die ihnen noch in Erinnerung geblieben sind… in vielen Fällen konnten wir die Fragen mit „ja“ beantworten. Es ist eben ein Hafen, der uns allen irgendwie ans Herz gewachsen ist. Wie üblich in diesem Urlaub kam der Wind, wenn man das leise Lüftchen Wind nennen will, direkt aus Marstal. Diesmal versuchten wir nicht einmal unter Segel voranzukommen, sondern motorten uns die zwei Stunden von Bagenkop nach Marstal. Mittags angekommen machte der Hafen schon den Eindruck, als ob es keinen Platz mehr gab. Zum Glück war der Rundsteg doch noch recht frei – was sich innerhalb der nächsten Stunde allerdings schlagartig ändern sollte. Ein selbst gebasteltes „Besetzt“-Schild sollte dafür sorgen, dass die Puffin direkt in der Box neben uns anlegen konnte. Da sie noch ein paar Fische aus der Ostsee angeln wollten, brauchten sie ein, zwei Stündchen länger, um hier her zu kommen. Zum Glück hielten sich alle an unser Schild, obwohl sich einige Boote erst in letzter Minute dazu entschieden, nicht in die Box zu fahren. Nun liegen wir hier nebeneinander und warten auf den versprochenen Sommer. Dieser soll sich im Laufe der Woche tatsächlich einstellen …. Der Opti wurde heute von Heiko und Finn jedenfalls schon mal eingeweiht.

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